• Margret Resch

Begeisterung

Aktualisiert: 23. Mai 2021

Nicht ängstlich, sondern pfingstlich sein…

Lasse ich den Geist herein?

Oder kommt er ohnehin,

egal wie zugesperrt ich bin?

Klopft er leise bei mir an?

Ob er durch Mauern dringen kann?

Macht er um die Geisterstunde

im Geheimen seine Runde?

Ich frage so, wie Kinder fragen

und sage so, wie Kinder sagen:

„Lieber, guter, weiser Geist,

sag‘ mir bitte, wie du heißt,

denn so fängt Vertrauen an

und dass ich auf dich bauen kann.“

„Gern kannst du mich alles fragen,

gern kann ich dir alles sagen,

was du doch schon lange weißt,

denn ich bin mit dir gereist:

Von Anfang an bin ich dabei

und mache dir die Wege frei.“

„Freiheit! So kann ich dich nennen.

Ja, ich glaube dich zu kennen.

Freiheit, Sicherheit und Licht.

Dann bist du’s, der zu mir spricht

durch Bilder, Zeichen, Worte, Träume,

durch Farben, Blumen, Vögel, Bäume?“

„Ja, ich wehe, wo ich will,

manchmal stürmisch, manchmal still.

Bin Bruder Wind und Schwester Mond

und Glanz, der in den Sternen wohnt.

Bin Bruder Sonne, Schwester Feuer.

Und du, du bist mir lieb und teuer.“

„Langsam wird mir alles klar.

Das, was du mir sagst, klingt wahr.

Eine Frage ist noch offen:

Kann ich immer auf dich hoffen?

Bist du immer, immer da?

Sagst du wirklich zu mir JA?

Auch, wenn ich mich mal verrenne

und dich gar nicht mehr erkenne,

deine Sprachen nicht verstehe

und nur noch den Tunnel sehe?“

„Ich bin bei dir, unentwegt,

wie das Herz, das in dir schlägt.

Bin Atem, Quelle, Lebenskraft,

Begeisterung und Leidenschaft.“

„Guter Geist, komm‘ gern herein,

lass‘ uns zusammen pfingstlich sein!“



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